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Benzinzusatz für alte Landrover-Motoren

Autor: Indulis Vesmanis

Gerade für Landrover Serie Besitzer ist seit dem Wegfall von bleihaltigem Benzin ein geeigneter Benzinzusatz wichtig. Die Einführung von unverbleitem Benzin brachte auch einige Probleme mit sich, gerade für die älteren Fahrzeugmotoren.

Verbleites Benzin hatte eine gewisse Schmierwirkung im oberen Zylinderbereich und durch den Wegfall von Blei ist diese Schmierung stark eingeschränkt und so bedarf es eines Ersatzes, denn die Ventilsitze sind bei den älteren Motoren nicht gehärtet. Verwendet man nun keinen Zusatz, dann verschleißen die Ventilsitze recht schnell und ein Austausch-Zylinderkopf wird bald fällig.

Da es in Österreich schon lange kein bleihaltiges Benzin gibt, hat Castrol Österreich sehr schnell ein eigenes Forschungs- und Entwicklungsprogramm für diese Problematik ins Leben gerufen. Das Ergebnis ist das Castrol TBE (TBE steht für Treibstoff-Blei-Ersatz), mit folgenden Merkmalen:

  • organische Natrium- und Kaliumverbindungen ersetzen die schmierende und auch dämpfende Wirkung vom Blei
  • verbrennt zu ungefährlichen Metallverbindungen, ist auch für Katalysatorfahrzeuge verwendbar
  • hat eine reinigende Wirkung
  • nach dem Kaltstart im Winter ausgezeichnete Antivereisungseigenschaften
  • Korrosionsschutz

Die Beigabe vom Benzinzusatz sollte immer erfolgen, doch ist es auch nicht sehr schlimm, wenn es mal vergessen wurde, denn durch eine Langzeitwirkung wird ein Schutz gegeben.

Benzinzusatz sollte bei den folgenden Landrover Fahrzeugen immer angewendet werden:

  • Series I
  • Series II und III mit 4- Zylinder Motoren
  • Series II und III mit 6- Zylinder Motoren
  • Series III Stage 1 mit dem V-8 Motor

Es versteht sich eigentlich von selbst, daß bei einem Zylinderkopfschaden, oder auch bei einer kompletten Motorüberholung ein Zylinderkopf mit gehärteten Ventilsitzen verbaut wird; somit kann dann immer sorgenfrei bleifreies Benzin ohne Zusätze getankt werden.

Indulis Vesmanis