Deutsch
Français
English

Batterie • Sorgenkind im Winter

Autor: Indulis Vesmanis / ca. 2002

Wir alle wissen, dass Batterien in der kalten Jahreszeit Probleme bereiten können, besonders dann, wenn sie schon etwas altersschwach geworden sind.

Kälte mögen die Bleibatterien nun mal nicht, sie können bis zur Hälfte ihrer Leistung über Nacht verlieren und dann hat es der Anlasser doch recht schwer, einen Landymotor zu starten. Es gibt Abhilfen, zum Beispiel eine Thermo-Umhüllung in Kastenform. Die Batterie kann hier im ausgebauten Zustand recht gut und anschaulich verpackt werden, doch dann kommt gerade bei den Serie-Fahrern das Erwachen: die so eingepackte Batterie passt nicht mehr in die Halterung und es muss dann gebastelt werden. Besser haben es die Defender-Fahrer, denn hier ist die Batterie im Sitzkasten unter dem Fahrersitz untergebracht und hier bietet sich eine Isolierung des gesamten Kastens an (der vorher erst einmal wasserdicht gemacht werden sollte - British Elend).

 

Eine andere, einfachere und durchaus wirksame Methode, die Batterie am Leben zu erhalten, ist der Einsatz eines elektronisch geregelten Dauerladers. Diese kleinen Ladegeräte, die es seit kurzem auf dem Markt gibt, sind nicht viel grosser, als ein Netzgerät für ein Radio. Der sogenannte Dauerlader wird überall dort eingesetzt, wo eine ununterbrochene Erhaltungsladung der Batterie erforderlich ist, zum Beispiel beim Überwintern des Fahrzeuges, bei längerer Abwesenheit etc. Die Batterie schädigende Selbstentladung wird verhindert.. Die Batterie wird mit einem kleinen Ladestrom von maximal 0,1 Ampère geladen, der Ladestrom passt sich durch intelligente Schaltung dem augenblicklichen Ladezustand der Batterie an. Eine elektronische Spannungs- und Strombegrenzung sorgt so für einen optimalen Batteriezustand, ein Überladen ist ausgeschlossen.

Der Kleinlader hat Krokodilklemmen, doch einfacher ist es, wenn man einen ordentlichen Stecker anbringt und im Fahrzeuginnenbereich eine entsprechende Steckdose montiert. Bei den Serie-Fahrzeugen bietet sich die Ladung über die beiden Steckbuchsen an (laut Betriebsanleitung von Rover dürfen diese Steckbuchsen für den Anschluss einer Handlampe und eines Batterieladegerätes benutzt werden).

Serie III - verstärkte Lichtmaschine

Wer von uns zum Beispiel in seinem Landrover eine Standheizung betreiben will, oder eine grosse elektrische Seilwinde, braucht dafür auch eine stärkere Batterie.

Rover verwendet bei den Serie II Fahrzeugen die kleine Lichtmaschine 11 AC, bei den Serie III Modellen wurde schon eine stärkere Maschine verbaut, die 16 ACR (mit 34 Amp.), bzw. als Option eine 18 ACR Lichtmaschine. Diese Maschinen mögen sicherlich ausreichen, wer aber häufig bei eingeschalteten Verbrauchern Kurzstrecken fährt, sollte sich nach einer stärkeren Lichtmaschine umsehen, damit die Batterie auch wirklich nahezu voll geladen wird.

Eine gute Alternative ist die BOSCH Lichtmaschine 943356277, 12 Volt/70 Ampère. In Wirklichkeit ist es eine MAGNETI MARELLI Lichtmaschine mit der Originalteilenummer 54022238 B, 12 Volt, Type A 127-72. Bosch kauft diese Lichtmaschine zu und packt sie nur in einen anderen Karton (bei erheblichem Aufpreis natürlich). Die Lichtmaschine wird komplett geliefert, also mit Lüfter- und Antriebsrad für den Keilriemen; die Maschine passt ohne Änderungen in die Serie III Modelle (bei Serie II wahrscheinlich auch, wurde jedoch von mir nicht geprüft, weil ich immer noch kein Serie II Fahrzeug habe).

Zum besseren Verständnis der Leistungsangaben nachfolgend eine Gegenüberstellung von Ampère und Watt:

  • 35 A = 490 W
  • 45 A = 630 W
  • 50 A = 700 W
  • 55 A = 770 W
  • 65 A = 910 W
  • 70 A = 980 W
  • 75 A = 1'050 W
  • 90 A = 1'260 W