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Sicherheitsfahrtraining Veltheim • 2002

Text: Lorenz Brunschwiler
Bilder: Lorenz Brunschwiler • Karl Widt

Am Sonntagmorgen fanden sich die Fahrer von 7 Landrovern, 2 Rangerovern und einem Toyota in der Cafeteria des Vehrkehrssicherheitszentrums Veltheim ein, um anschliessend am Kurs Fahrtraining I teilzunehmen.

Der erste Teil des Kurses bestand aus einem Theorieblock, in dem uns der Instruktor über das richtige Handling mit dem Lenkrad, die richtige Kopfstützen und Sitzposition (bei gewissen Ländytypen nicht ganz einfach) instruierte. Aber auch das Untersteuern und Übersteuern sowie die richtige Bedienung des Bremspedals im Notfall, sprich voll in die Eisen hauen, wurde vermittelt.

Zu Beginn des praktischen Teils absolvierte jeder eine Vollbremsung im sogenannten Brake-Car. War die Reaktionszeit zu lang oder die Bremskraft zu klein, rumpelte und schäpperte es als hätte man einen Marktstand über den Haufen gefahren. Danach folgte ein Parcours durch rotweisse Pilonen um das in der Theorie gezeigte Lenkradhandling in den Griff zu bekommen. Im mit Spezialbelag präparierten Kreisel konnte jeder einmal am eigenen Fahrzeug erleben wie viel oder wenig es mit 40-45 Km/h braucht bis das Fahrzeug hinten ausbricht (übersteuern)oder über die Vorderachse wegschiebt (untersteuern). Natürlich spielen da die Reifen auch eine sehr wichtige Rolle. Mit ca. 70 Km/h (Fahrzeugabhängig da die Anlaufstrecke nicht allzu lang ist)mal richtig auf die Bremse treten und zwar so, dass alle 4 Räder blockieren, dies war das Ziel der nächsten Übung. Tönt einfach, aber das schaffte nicht jeder beim ersten Mal. Diese Rutschpartien werden zur Schonung der Reifen immer auf nassem Untergrund abgehalten.

Nach einer weiteren Theorielektion über das Nachmittagsgeschehen, ging es zum Mittagessen, dass übrigens vom Club spendiert wurde. Vielen Dank!

In der zweiten Kurshälfte wurde die Vollbremsung mit einem Ausweichmanöver kombiniert. Dabei konnte man auch sehr gut die Vorteile der ABS Fahrzeuge beobachten. Für die anderen heisst das Vollbremsung, vor dem Hinderniss Druck vom Pedal nehmen, bis das Fahrzeug lenkbar wird, ausweichen und wieder Vollbremsung bis zum Stillstand, aber nicht auf der Gegenfahrbahn. Nach einer weiteren Schleuderpartie auf ungleichen Strassenverhältnissen bei der schon mal ein Landy in der entgegengesetzten Fahrtrichtung da stand, folgte das richtige Kurvenfahren. Dabei musste die richtige Kurvenlinie sowie die Geschwindigkeit (schneller raus als rein) beachtet werden.

Beim Schlussparcours konnte jeder das Erlernte noch einmal gefahrlos ausprobieren. Zum Abschluss gabs noch eine Vollbremsung im Brake-Car, und siehe da, das Fahrtraining zeigte seine erste Wirkung, es ging ohne Rumpeln und Schäppern. Der Instruktor verabschiedete sich und verteilte die Kursausweise und somit waren wir am Ende eines interessanten und lehrreichen Tages angelangt, den man jedem Autofahrer empfehlen kann.

Lorenz Brunschwiler